Was heute der Höhenzug der Schwäbischen Alb ist, war vor 150 Millionen Jahren der Grund eines Meeres – des Jurameeres. Was davon übrig blieb, ist Kalkgestein. Regenwasser verbindet sich mit dem Kohlendioxid der Luft zu Kohlensäure, versickert im Boden und löst das Gestein.
Was der Gelehrte Verkarstung nennt, ist die Entstehung von unterirdischen Rissen, Rinnen und Klüften bis hin zu weitflächigen Höhlensystemen, die – davon gehen Wissenschaftler heute aus - oft miteinander verbunden sind.
Ein Beispiel dafür sind Blautopf- und Vetterhöhle, die mittlerweile zum GeoPark Schwäbische Alb zählen.
In den Höhlen rund um Blaubeuren im Aach- und Blautal haben Archäologen bedeutende Funde aus der Epoche des Aurignacien vor 30 000 bis 40 000 Jahren gemacht. Spektakulär und einzigartig sind verschiedene Elfenbeinfiguren und drei Flöten, die „ältesten Musikinstrumente der Erde“, die das Herz eines jeden Steinzeitfans höher schlagen lassen.